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Rossendaler Norman Driver verstorben

Deutsch-Britische Städtepartnerschaft verliert einen ihrer „Pfeiler“

Norman Driver links im Bild

Der Rossendaler Norman Driver ist am 30. Dezember 2020 nach längerer Erkrankung im Alter von 79 Jahren plötzlich verstorben. Driver war im Jahr 1983 Gründungsmitglied der „Friends of Bocholt“ in der englischen Partnerstadt Rossendale. Dieser Verein ist das Pendant der hiesigen Deutsch-Britischen Gesellschaft Bocholt e.V. Bis zu seinem Tod war Driver der deutsch-britischen Partnerschaft zwischen Bocholt und Rossendale freundschaftlich verbunden und einer der „Pfeiler“ dieser Städtepartnerschaft.

Norman Driver war in den langen Jahren mehrmals Vorsitzender der „Friends of Bocholt“, so auch im Jahr 1993 zur 10jährigen Jubiläumsfeier der Deutsch-Britischen Gesellschaft Bocholt e.V. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Rosalie besuchte er viele Male die Stadt Bocholt.

Begeisterter Karnevalist

Norman Driver feierte begeistert im Bocholter Karneval mit. Insbesondere nahm er am Rosenmontag mit dem eigenen Karnevalswagen der „Friends of Bocholt“ teil. Später fuhren die Rossendlaer auf dem Wagen der „Fidelekes“ Bocholt bzw. der„Lückenbüßer“ der KAB Ss. Ewaldi mit. Driver hatte stets großen Spaß an diesem traditionellen Brauchtum in Bocholt. Er genoss die besondere Atmosphäre des hiesigen Karnevals, die es so in der englischen Partnerstadt Rossendale nicht gab. Viele Jahre besuchte er mit zahlreichen Rossendalerinnen und Rossendalern den Bocholter Karneval. So nahm er gemeinsam mit John Davey als Maskottchen „Ross + Dale“ (zwei Bären) am Rosenmontagszug teil. Auch beim Stadtjubiläum Bocholts im Jahr 1997 traten Driver und Davey als „Ross + Dale“ auf.

Sportler im Herzen

Nicht nur im Karneval, sondern auch im Sport war Norman Driver langjähriger Motor der sportlichen Beziehungen zwischen Rossendale und der Sportabteilung der KAB Ss. Ewaldi. Diese Kontakte gehen auf das Jahr 1975 zurück. Die Freundschaft wurde durch jährliche Besuche unterstrichen und vertieft. Alle Gäste wohnten damals sowohl in Bocholt als auch in Rossendale in Gastfamilien, wo sie herzliche Freundschaften begründet hatten. Bis heute haben einige aus der KAB-Sportabteilung private Kontakte, die sie regelmäßig pflegen.

„Pfeiler“ der Städtepartnerschaft

Bei vielen Besuchen in Rossendale oder den Gegenbesuchen in Bocholt stand Norman Driver als Organisator und oft auch als Gastfamilie zur Verfügung. Er und seine Familie haben die Verbindung zwischen Rossendale und Bocholt unterstützt und gelebt. Sein Haus war für die Freunde aus Bocholt immer offen. Norman Driver hinterlässt seine Ehefrau Rosalie und zwei erwachsene Söhne mit ihren Familien.

https://www.bocholt.de/rathaus/nachrichten/artikel/rossendaler-norman-driver-verstorben/

Geschenkpaket für Freunde aus Rossendale

Geschenkpaket für Freunde aus Rossendale

Bocholt (dbg) – Alle Jahre wieder bereitet Barbara Pfeiffer in ihrer Küche ein Weihnachtspaket vor. Empfänger sind Pat und Eric Moden aus Bocholts Partnerstadt Rossendale. „Wir haben uns vor 10 Jahren kennengelernt, als die beiden meine Gasteltern waren und sind zu echten Freunden geworden“, berichtet Pfeiffer, die auch Mitglied des Vorstands der Deutsch-Britischen-Gesellschaft Bocholts ist. Eingepackt werden regionale Köstlichkeiten und Spezialitäten. Von der britischen Insel kommt auch alljährlich ein Paket zurück. „Leider sind in diesem Jahr alle Reisen ausgefallen, aber wir haben regelmäßig Kontakt und zu Weihnachten freuen wir uns schon immer, wenn der Postbote klingelt und ein Paket aus der Partnerstadt in der Hand hält“.

Die Deutsch-Britische Gesellschaft Bocholt hofft, im nächsten Jahr die Beziehungen zwischen beiden Städten – insbesondere durch persönliche Begegnungen – wieder intensivieren zu können.

Text: Sabine Wansing, Foto: Bruno Wansing

Grußwort aus Rossendale in Englisch

Greetings to all our friends in Bocholt from a locked down Rossendale. Our lives here continue rather as they have for the last few months. We see our families less and those we live with more, though some of us did manage to escape for a family holiday during the summer when restrictions were relaxed.

What of news from Rossendale? Well, we are part of the most high-risk area in the country for infection rates. Most of the shops have survived and reopened in July. The restaurants have just started to get back on their feet and now have close again. For November we have a daily testing station in the Town Square and also at Marl Pits. Many places, shops and restaurants have started a delivery service which has been a life saver for many older people. There has been a wonderful growth of community help with volunteers creating a food box scheme in different parts of Rossendale.

Over the first weekend of November there was a Scarecrow Trail in Helmshore. Residents made their own scarecrows, often depicting famous people, and sometimes in satirical forms, and display them in their front gardens. Members of the public follow a trail, marking off the scarecrows as they find them. It was indeed very well organised and helped to raise well over £2,300 for the Downs Syndrome Charity.

Our local community has been joined recently by 3 German ladies. 2 are sisters, who run a vegetarian shop and the other is married to a local man and has a 20 month old daughter.

Meanwhile, there have been some improvements to the physical structure of the centre of Rawtenstall and Whitaker Park and a couple of announcements in the Rossendale Free Press about possible investments in improving the centres of Bacup and Haslingden. However, this might be put on hold because of the financial problems due to Covid.

Zoom, teams and WhatApp have provided a great way of contacting others. We have used them for German lessons, Tai Chi classes, Scout meetings, for staying with touch with friends and relatives and to support those living alone or self-isolating. Some from St Annes Community Choir are hoping to join with other choirs to produce a virtual production.

Many of you will know Doreen and Ian Rawstron, two of our longest-standing members. It is with sadness that we have to inform you that Ian has passed away after suffering from a chest infection. He had suffered from dementia for a number of years and had been cared for in a home for the last year. Our thoughts and prayers are with Doreen at this sad time.

 

 

 

Fleißige Bienchen putzen das Puzzle

Heute fanden sich trotz widriger Wetterverhältnisse 4 Mitglieder zusammen um unsere jährliche Reinigungsaktion auf dem Rossendale Promenade durchzuführen. Nun erstrahlt alles wieder in neuem Glanz, daher gilt ein ganz herzlicher Dank an Karl Gerd Geßner, Maria Andiel, Barbara Pfeiffer und Jürgen Taubach.

„Mythos neue Frau – Mode zwischen Kaiserreich, Weltkrieg und Republik“ – 17.10.2020 im LWL-Textilmuseum

Besuch der Ausstellung „Mythos Neue Frau“ im Textilwerk Bocholt am 17. Okt. 2020

Wie angekündigt, zeigte diese mit Liebe zum Detail zusammengestellte Ausstellung, wie Mode und Kleidung in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auf die rasanten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen reagierten, ja reagieren mussten. Vielfach änderte sich Kleidung funktional. Da passten die Frauen mit den großen, hohen Hüten und langen Hutnadeln nicht mehr in die damaligen schmalen Straßenbahnen, weil sie sich gegenseitig aufspießten. Oder es war schwierig, mit langen Kleiderschleppen in die Autos zu kommen, die man sich mehr und mehr leisten konnte. Von Radfahren mit langen Röcken ganz zu schweigen. Die langen Rüschenärmel verschwanden nach und nach, da „das Fräulein im Büro“ sich damit hin der Schreibmaschine verhakte. Aber manche Änderungen waren auch der Gesundheit geschuldet. Ärzte hoben ihren Finger und erklärten, wie ungesund die schmale Taille bei den Frauen ist. Die Mädchen wurden oft ab dem 14. Lebensjahr geschnürt. Die Taille sollte so sein, dass zwei Männerhände sie umfassen konnten. Bezeichnend zu sehen, wie die Farben der Stoffe sich änderten. Da waren die grauen und dunklen Töne in den schweren Stoffen während des 1. Weltkrieges (1914 – 1918), danach die leichte, flotte Kleidung der sogenannten 20er Jahre. Beim Charleston-Tanz mussten „die Fetzen fliegen“. Sehen konnte man die begleitende Veränderung zum Beispiel bei der Unterwäsche (Frau undMann), und Strümpfen, bei den Accessoires (Schmuck, Parfum Zerstäuber, Bartbinden usw.) und vor allem bei der zu allem passenden Schuhmode. Wir konnten 2 Führungen zu je 9 Mitgliedern Corona-konform durchführen. Alle freuten sich, wenn auch mit Abstand, über dieses Wiedersehen.

Herzliche Grüße an die Teilnehmer: „Thank you so much for joining this spectacular exhibition“.

Text / Bilder: Karl Gerd Geßner